protte-verlag potsdam

Im Jahre 1929 gründete mein Großvater die nach ihm benannte Verlagsanstalt Alfred-Protte-Verlag Potsdam. Dieser Verlag veröffentliche Bücher von Autoren wie Franz Oppenheimer: „Weder so noch so – Der dritte Weg“ oder Karl Heidkamp: „Symbol und Allegorie: Potsdam“ (beide Bilder stammen aus dem Märkischen Verlag Wilhelmshorst). Der Alfred-Protte-Verlag Potsdam existierte zwar bis 1945, aber bereits 1939 wurde das letzte Buch veröffentlicht.

Alfred-Protte-Verlag Potsdam, Weder-so-noch-so Alfred-Protte-Verlag Potsdam, Symbol-und-Allegorie-Potsdam
Im Märkischen Verlag Wilhelmshorst wurde 2008 das Buch „Potsdamer Verlags-Geschichte(n)“ von Wolfgang Tripmacker veröffentlicht (Gestaltung und Layout: Ivo Olias). Als Fortsetzungsserie erschienen Auszüge auch in den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“. In dem Buch ist der Alfred-Protte-Verlag Potsdam mit einem großen Kapitel vertreten. Es wird sehr anschaulich und umfassend beschrieben, welche Ausrichtung der Verlag hatte.

potsdamer verlagsgeschichte

Einige der dort veröffentlichten Werke gibt es hier als Titelbild zu sehen (Bilder soweit nicht aus eigenen Beständen von zvab.com, booklooker.de, besserewelt.at und library.fes.de):

Alfred-Protte-Verlag Potsdam Frankreichs-schwerste-Stunde Alfred-Protte-Verlag Potsdam Bis-zum-letzten-Hauch Alfred-Protte-Verlag Potsdam Masse-oder-Volk Alfred-Protte-Verlag Potsdam Kultur-und-Macht Alfred-Protte-Verlag Potsdam Strategie-und-Politik Alfred-Protte-Verlag Potsdam Kapitalismus-und-Sozialismus Alfred-Protte-Verlag Potsdam Sozialismus-und-Nationalfascismus Alfred-Protte-Verlag Potsdam Neue-Blaetter-fuer-den-Sozialismus neue-blaetter-1931-04 Neue-Blaetter-1932-11 Alfred-Protte-Verlag Potsdam Soziologische-Studien-zur-Politik-Wirtschaft-und-Kultur-der-Gegenwart Alfred-Protte-Verlag Potsdam Das-germanische-Erbe-in-der-deutschen-Dichtung Alfred-Protte-Verlag Potsdam Die-Stellung-des-Geistes Alfred-Protte-Verlag Potsdam Schicksal-und-Aufgabe-der-Frau-in-der-Gegenwart Alfred-Protte-Verlag Potsdam Jugend-in-der-Entscheidung Alfred-Protte-Verlag Potsdam Der-Pilger Alfred-Protte-Verlag Potsdam Die-geistige-Wendung-des-Maschinenzeitalters Alfred-Protte-Verlag Potsdam Massen-und-Fuehrer Alfred-Protte-Verlag Potsdam Volk-und-Boden Alfred-Protte-Verlag Potsdam Wandlun-und-Umsturz-der-politischen-Methoden

  Alfred Protte privat

Das Interessante an der Sache ist, dass obwohl ich mich mit meinem Großvater aufgrund des Altersunterschiedes nicht über seine – und meine – berufliche Laufbahn unterhalten konnte (ich war 14 Jahre alt, als mein Großvater starb), der Weg des Schriftsetzers und damit sehr wohl die gleiche Richtung für meinen eigenen beruflichen Werdegang später aktuell wurde. Es liegt mir also durchaus „im Blut“, wenn ich mich mit der Gestaltung von Druckwerken beschäftige.
Aus Erzählungen meiner Tante, der ältesten Tocher Alfred Prottes, weiß ich, dass es in der Familie durchaus Diskussionen über das Verlagsprogramm gab. Die Bücher ließen sich nur schwer verkaufen; wirklich gut leben konnte man also von den Erlösen der Werke nicht.

Ich habe meinen Großvater noch vor Augen, wir er in der Wohnung Geschwister-Scholl-Straße an seinem tollen Holzschreibtisch saß. Dieser hatte viele kleine und große Fächer, die mit Zettelchen, Stiften, Büromaterial und ähnlichem gefüllt waren…

alfred protte potsdam verleger alfred-protte-verlag geschwister-scholl-straße

Als ich von 1995 bis 1999 im Babelsberger UNZE-Verlag angestellt war, betreute ich unter anderem die Produktion des Nuthe-Boten. Die Redaktion dieser Monatszeitschrift leitete eine Zeit lang Rolf-Dieter Bathe aus Berlin. Wie sich herausstellte, hatte dessen Vater Rolf Bathe die beiden Bücher „Frankreichs schwerste Stunde“ und „Bis zum letzten Hauch“ verfasst und als Freund meines Großvaters im Alfred-Protte-Verlag Potsdam veröffentlicht. Interessant, wie sich Wege immer wieder kreuzen…